Aus dem Anlageausschuss


SIA schliesst das Jahr 2022 mit einem Verlust von - 13.3% ab (31.12. 2022)

Das Anlagejahr 2022 war schlecht und hat uns einen Verlust nach Kosten von - 13.3% beschert. Der SMI lag mit - 16.7% noch weiter zurück. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway, der Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett, lag mit einer Steigerung von USD 299 auf 308.90 mit 3.3 % leicht im Plus. 

Wir sind mit dieser Entwicklung natürlich nicht zufrieden, können momentan aber nichts ändern. Die Märkte bleiben weiterhin "shaky" und sind von grossen Unsicherheiten geprägt. Unser oft besseres Abschneiden als die meisten Mitbewerber verdanken wir Absicherungsinstrumenten wie Puts, die wir 2022 eingesetzt haben. In den ersten 6 Monaten des Jahres 2023 rechnen wir mit Dividendenerträgen in der Grössenordnung von rund 2% des Portfoliowertes. Diese möchten wir "abholen" und auch bei einem allfälligen Aufschwung dabei sein.

Freundliche Grüsse und alles Gute zum neuen Jahr!

Max Kaufmann (Präsident)


SMI per September 2022 mit über 20% im Minus (3.10. 2022)

Das Jahr 2022 zeigt sich bisher weltpolitisch und anlageseitig von einer hässlichen Seite. Wir sind ebenfalls im Minus, wenn auch etwas weniger als die Mitbewerber, da wir einen gewissen Teil des Portfolios mit Put-Optionen abgesichert haben. Diese laufen noch bis Juni 2023, mit Strike auf dem SMI bei 12'000 Punkten.

Die Schweiz unterstützt Axpo mit 4 Mrd. CHF (6.9. 2022)

Wir hätten wahrscheinlich die Gelder für die Rettung des Energieunternehmens Axpo ebenfalls gesprochen, jedoch ohne das bisherige Management und den Verwaltungsrat. Wer verantwortlich ist, dass sein Unternehmen derart in Schieflage gerät, hat u. A. nichts mehr in einem Führungsgremium zu suchen.

Änderungen im Q3 2022 (15.8. 2022)

Wir erhöhen unseren Anteil bei Nestlé und bauen eine spekulative Position bei CS Group auf. Die Aktie ist stark unterbewertet, 

Erhöhung der Portfolio-Absicherung (6.5. 2022)

Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation (Ukraine-Krieg, Zinserhöhungen, hohe Unsicherheiten) erhöhen wir unsere Portfolio-Absicherungen durch einen weiteren Put auf den SMI-Index.Harris Associates hält einen Anteil von über 10 % und wir erachten es als durchaus möglich, dass CS in den kommenden Monaten ihre Selbständigkeit verliert. Einschätzung: Turnaround-Case mit hohen Risikenrch einen weiteren Put auf den SMI-Index.

Weitere Absicherung des Portfolios (1.2. 2022)

Der Anlageausschuss hat im Februar 2022 eine weitere Absicherung des Portfolios beschlossen und umgesetzt. Da man sich auf Grund der Qualität nicht von Positionen trennen wollte, wurde ein weiterer Put auf den SMI gekauft.

Jahres-Abschluss 2021 (1.1. 2022)

Im Jahr 2021 konnten wir mit dem Seeds I SIA Value Portfolio eine Performance nach Kosten von + 18.5% erreichen. Die Partner sind mit diesem Resultat zufrieden und danken dem Präsidenten für die gute Arbeit.

Themen-Investing in "Big Data" (7.4.2021)

"Big Data" wird in Zukunft wohl noch wichtiger werden. Wir tragen diesem Trend Rechnung mittels Investitionen in ausgesuchte Unternehmen.

Absicherung und Investition in die Zukunft (28.2.2021)

In den vergangenen Wochen haben wir in den Zukunftsmarkt "Wasserstoff" investiert (mit rund 30 ausgesuchten Positionen), andererseits das Portfolio auch mittels Put-Optionen (rund 3% der PF-Wertes) gegen Kursverluste abgesichert.

Aufbau einer Aryzta-Position (23.12.2020)

Über die vergangenen Monate haben wir eine Position aufgebaut, die rund 3% des Portfolio-Wertes entspricht.

Nach wie vor angespannte Situation auf Grund der Corona-Krise (5.10. 2020)

Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft weiterhin fest im Griff. Das Jahr 2020 wird wohl mit einer negativen Performance enden. Ein Aufschwung ist für uns aktuell noch nicht erkennbar.

Seeds I SIA erhöht Anteil an Gold und Edelmetallen  (2.8. 2020)

Auf Grund der Rettungspakete, die auf der ganzen Welt in den vergangenen Wochen geschnürt wurden, halten wir an soliden Aktien weitgehend fest und lösen uns von Buchgeld und Werten, welche die Zentralbanken einfach drucken oder in ihrer Bilanz verlängern können. Dafür haben wir unser Engagement in Gold und Edelmetalle erhöht.

Partner der SIA spenden über 48 % ihres Vermögens zur Bekämpfung von Corona  (30.4. 2020)

Um in den schwierigen Zeiten der Corona-Krise einen Beitrag für die Allgemeinheit zu leisten, spenden Partner der Swiss Investor Association über 48% ihres Vermögens an staatliche und gemeinnützige Organisationen in der Hoffnung, dass das Geld intelligent eingesetzt wird und an diejenigen gelangt, die es am nötigsten haben.

Seeds I SIA trennt sich vom Airline-Business (15. April 2020)

Auf Grund der wenig erfreulichen Aussichten haben wir uns im April 2020 vom Airline-Business getrennt. Die frei werdenden Mittel sind in die Erhöhung der Cash-Quote sowie unterbewertete Versicherungswerte geflossen. Diese verfügen teilweise über ein P/B-Ratio von unter 1 und Dividendenrenditen von um die 5 - 7%.

Performance von Seeds I SIA im Jahr 2019: + 18.5%  (5.1.2020)

Mit unserem Ergebnis im Jahr 2019 mit einer Netto-Performance nach Kosten von    + 18.5 % sind wir zufrieden, auch wenn wir diesmal den SMI nicht schlagen konnten. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital beträgt + 20.9 %. Eine Investition von CHF 10'000 im Jahr 2003 hatte per 31.12.2019 den Wert von CHF 28'453.

Draghi flutet die Märkte erneut - keine Einsicht in Sicht  (12.9.2019)

Es ist wahrscheinlich ein grosser Fehler, dass man einen Mann zum Chef der EZB gemacht hat, der aus einem Land kommt, das seit Jahrzehnten auf Kredit lebt. Draghi hat die italienische Mentalität auch auf die EU ausgeweitet. Er ist immer noch der Meinung, dass man mit viel Geld Probleme wegfluten und Jobs schaffen kann. Jede Hausfrau weiss (und wir haben absolut nichts gegen Hausfrauen, sondern schätzen diese sehr) dass Kredite allein keine Lösung sind, sondern dass dadurch die Probleme mittelfristig grösser werden. Nur Unternehmer mit Ideen und Visionen sind in der Lage, gute Produkte und Dienstleistungen und damit auch Jobs zu schaffen. Und sie schaffen das, egal ob der Zins bei minus 0.5% oder plus 2.5% liegt. Jede Hausfrau weiss das und hat somit Draghi einiges voraus. Aber er ist wahrscheinlich schon zu lange in der eigenen Falle gefangen und kann sich Fehler nicht mehr eingestehen. Die 250 Mio. Europäer und Schweizer werden Draghi's Zeche bezahlen müssen - respektive sie sind bereits seit 3 Jahren daran, diese Zeche zu bezahlen.

Schutz des Portfolios über Puts auf den SMI bei 9'500 Punkten (28.8.2019)

Die Börse ist hoch bewertet. Zudem mehren sich die Meldungen über sinkende Auftragseingänge in der Industrie. Wir haben uns deshalb entschlossen, das Portfolio mit Puts zu schützen, in der Grössenordnung von 3.5% des Portfoliowertes. Die Puts laufen bis Dezember 2020.  Basis ist der SMI und der Strike liegt bei 9'500 Punkten.

Absturz von General Electric (7.7.2019)

Der CEO Jeff Immelt hatte das Unternehmen 17 Jahre lang geführt (von 2000 - 2017). Er galt als einer der ambitioniertesten Manager und verfügte über die in den Chef-Etagen weit verbreitete "Locker-Room-Mentalität", d.h. er wollte immer der Beste sein, mit besten Ideen, besten Strategien und dafür erhielt er auch 17 Jahre lang das beste Salär und den besten Bonus. Nun ist die Ära zu Ende und Mr. Immelt vernichtete mehr als 150 Mrd. an Marktkapitalisierung. GE wurde zum Sanierungsfall. Wann wird wohl die Öffentlichkeit reif genug, um sich nicht weiter von den vermeintlichen Superstars blenden zu lassen? Wir haben bei uns keine Superstars, sondern "Normalos", die arbeiten und versuchen, sich ein eigenes Bild über die jeweiligen Situationen zu machen. Und das positive ist, dass die "Normalos" die "Superstarts" am langen Ende meist sehr deutlich übertreffen. Hauptsächlich deshalb, weil sie sich nicht kontinuierlich überschätzen...

Wir halten die Deutsche Bank für unterbewertet  (2.7.2019)

Gemäss unseren Berechnungen hat die Deutsche Bank Aktie einen inneren Wert von rund 22 EUR. Der aktuelle Börsenkurs lieg bei EUR 6.72. Wir starten mit vorsichtigen Käufen und sind gespannt auf weitere Unternehmens-News Mitte Juli 2019.

Kommt bald eine Rezession?  (27.3.2019)

Seit 2008 sind die Aktienkurse kontinuierlich gestiegen und befinden sich heute auf einem meist sehr hohen Niveau. Dazu mehren sich die Anzeichen für eine wirtschaftliche Abschwächung. Andererseits sind die Zinsen extrem niedrig und die Staatsverschuldung hoch und vieles spricht dafür, dass dies auch mittelfristig so bleiben wird.

Wir wissen natürlich nicht, ob und wann eine Rezession kommt. Aber seit der Gründung der Swiss Investor Association ist es rund alle 10 Jahre passiert, dass gröbere Verwerfungen stattgefunden haben, mit Einbussen b

ei den Aktien von rund 50%. Von da her ist dieses Szenario eigentlich überfällig...

Im Fall einer 5-jährigen Rezession rechnen wir mit folgenden Wertveränderungen in unserem Portfolio: Reduktion des Aktien-Werts von 70% auf 35%. Erhöhung der Cash und Cash-Equivalent-Werte von 30 auf 32%. Durchschnittliche Ertragsrenditen von 2% p.a. über 5 Jahre = 10%. Damit würde sich der Wert unseres Portfolios von 100% auf rund 74 - 77% reduzieren.

Dank der Value-Strategie erkennen wir, wenn sich die Werte unter dem Buchwert befinden und werden dann wieder zukaufen. In der Regel verdoppeln sich die Werte innerhalb von 3 - 5 Jahren nach einer Rezession, womit unser Portfolio dann bei rund 150 bis 160% liegen würde.

Wir können auch mit dieser Situation umgehen und freuen uns natürlich, wenn der Härtefall ausbleibt.

Beeinflusst ein Präsident wie Mr. Trump unsere Anlageentscheide?  (2.7.2019)

Nein. Die Wahl eines Präsidenten hat kaum Einfluss auf unsere Anlageentscheide, denn Präsidenten kommen und gehen, haben Ideen (oder auch nicht) und verwerfen diese wieder. Wenn wir versuchen würden, präsidiale Überlegungen in unseren Entscheiden zu berücksichtigen, würden wir unsere Prognose-Fähigkeit wohl um ein vielfaches überschätzen. Herr Trump beispielsweise weiss ja heute auch nicht, was er morgen denkt und entscheidet. Wie soll man auf dieser Basis Vorhersagen machen können?

Wir fokussieren uns viel lieber auf Direktanlagen in solide Unternehmen, die gut florieren und die Produkte und Dienstleistungen herstellen, welche sich gut verkaufen lassen. Dies wird dann auch bei Präsident x oder y der Fall sein.